Donnerstag, 4. Februar 2016

Wochenbericht von 29. Jänner 2016 bis 04. Februar 2016


Am vergangen Wochenende wurde das Kärntner Bergwetter meist bis in hohe Lagen durch sehr milde Temperaturen begleitet. Kleinere Störungseinflüsse streiften am Freitag die nördlichen sowie am Sonntag die südlichen Gebirgsgruppen. Am Sonntag streifte eine neuerliche  Störung aus Westen, die etwas kühlere Luftmassen in die nördlichen Gebirgsgruppen brachte. Erst am Montag, nach einem Durchzug einer Warmfront, hat es in den Hohen Tauern bis zu 30 cm Neuschnee gegeben. Der Nordföhn sorgte für einen Anstieg der 0 Grad Grenze auf 3000 m. Zu Wochenmitte querte ein Oberitalientief  die Alpen im Süden wo es  anfänglich bis auf 1600 m regnete. Erst zu den Abendstunden fiel die Schneefallgrenze bis in hohe Tallagen.


Neuschneedecke mit deutlichen Windspuren nach dem Niederschlag Donnerstag - Achomitzeralm 1.728 m in den Karnischen Alpen
Ein Bild vom Mölltaler Gletscher - Schwarzkopf mit erkennbaren selbstauslösenden Lawinenabgänge aus den Steilhängen nach dem Niederschlag am Montag 

Durch die anhaltenden milden Temperaturen und den Sonnenschein wurde die meist sehr dünne Schneedecke weiter durchfeuchtet und nur in hohen und hochalpinen Lagen konnte eine geschlossene Schneedecke vorgefunden werden. Am Montag fielen in den Hohen Tauern bis zu 30 cm Neuschnee, der durch den stürmischen Wind für große und umfangreiche Triebschneeablagerungen sorgte. Viele spontane Lawinenabgänge in steilen Hängen wurden beobachtet.  Die künstlichen Lawinenauslösungen waren in den nördlichen Schigebieten sehr erfolgreich. Durch ein Oberitalientief am Mittwoch wurden bis zu 30 cm Neuschnee in den südlichen Gebirgsgruppen und bis zu 20 cm an Neuschnee in den restlichen Berggebieten  gemessen. Der Niederschlag wurde meist durch starken Wind begleitet,  der wiederum für störanfällige sowie auch sehr spröde Triebschneeablagerungen sorgte. Die erhofften Neuschneemengen blieben aber im Großteil des Landes aus. Auch nach dem Niederschlag liegt in mittleren Lagen meist keine geschlossene Schneedecke.





Die größten Neuschneemengen bis zu 35 cm  wurden in den südlichen Gebirgsgruppen der Karawanken Zelenica 1.523 m  gemessen




Auch in den südöstlichen Karnischen Alpen wie hier am Oisternig 2.009 m wurden bis zu 30 cm gemessen




Neuschneemengen von 20 cm wurde auf der Koralpe 2.016 m gemessen

 
 

Der Wind sorgte für frische Triebschneeablagerungen


Die Lawinengefahr wurde in den letzten Tagen allgemein mit GERING und in hohen und hochalpinen Lagen der Hohen Tauern örtlich meist mit MÄSSIG beurteilt. Durch die Neuschneemengen und umfangreichen Triebschneeablagerungen stieg die Lawinengefahr in den Hohen Tauern am Montag auf ERHEBLICH an. Die milden Temperaturen sorgten für eine Setzung der Schneedecke und einen Rückgang der Lawinengefahr. Erst heute Donnerstag stieg durch die neuerlichen Niederschläge die Lawinengefahr in den südöstlichen sowie in den nördlichen Gebirgsgruppen auf ERHEBLICH an.

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