Dienstag, 9. Januar 2018

Rückblick vom 30. Dezember 2017 bis 09. Jänner 2018




 


Vor Neujahr haben zwei Warmfronten teilweise milde Temperaturen aber auch Niederschläge in das Gebiet der Hohen Tauern gebracht und teilweise stieg die Nullgradgrenze bis in hohen Lagen. Der Neujahrstag brachte von Süden her teilweise Regen und Schneefall. Nur in den Karawanken und Karnischen Alpen wurden größere Regenmengen und Neuschneemengen gemessen. In den restlichen Gebirgsgruppen wurden geringere Niederschlagsmengen gemessen. Durch eine kräftige Nordwest bis Westströmung am Mittwoch hat der Wind sehr stark zugenommen und in den Hohen Tauern schneite es. Ab Donnerstag wurde eine weitere Warmfront wetterwirksam. In den Oberkärntner Gebirgsgruppen schneite es leicht. In den südöstlichen Gebirgsgruppen waren die Gipfel meist frei. Ab Freitag drehte die Strömung auf Südwest es wurde deutlich milder und die Frostgrenze stieg auf über 2000 m an.

Von Montag (08.01.2018) auf Dienstag steuert ein neuerliches Mittelmeertief milde und feuchte Luftmassen in den südlichen Alpenraum. Ab 2000 m werden bis zu 50 cm Neuschneemengen in den Karnischen Alpen erwartet. In hohen Lagen der Karnischen Alpen wurden bereits am Dienstagfrüh 30 – 40 cm Neuschnee gemessen.
 


 


Neuschneezuwachs und Schneedeckensetzungen,  vor allem die Verfrachtungen durch den Wind sind an der Messstation Asten in den Hohen Tauern des  LWD ersichtlich. Der Neuschneezuwachs am 28.12.2017 und am 02.01. sowie am 4.01.2018.


In den Nockbergen gab es in der letzten Woche nur wenig Neuschnee jedoch die Schneedecke konnte sich auf Grund der Sonneneinstrahlung und milden Temperaturen setzen.

Deutliche Schneedeckensetzung auf der Zelenica - südseitigen Karawanken.

Milde Temperaturen bis in hohen Lagen LWD Messstation Mohar/Asten in den Hohen Tauern

Die Schneedecke konnte sich bei allgemein milden Temperaturen und Sonnenschein recht gut setzten. An der Altschneedecke bildete sich ein recht kräftiger Harschdeckel mit umgewandelten Schneekristallen.

 
 



Bilderbuchskitouren in den Karnischen Alpen 


Auch ein Einkehrschwung an der Almhüttenterrasse bei der Korathütte durften die Skitourengeherinnen nicht versäumen.

Die schönsten Wintertage waren am 30.12.2017 und der Silvestertag jedoch waren diese Tage auch durch die umfangreichen Verwehungen mit Triebschneeablagerungen, kleinere Neuschneemengen in den Hohen Tauern,  zu einem der Lawinen aktivsten Tage.   
 

Früh übt sich - der kleine Skitourenmeister aus Kötschach Mauthen ist bereits fleißig unterwegs. Bild: Wallner 

 
Montag (08.01.2018) in den Karnischen Alpen Bild: Wallner
 

Durch den Neuschneezuwachs am Neujahrstag und am 2. Jänner wurden bis zu 35 cm in den nördlichen Gebirgsgruppen gemessen.  Der Wind sorgte wiederum für umfangreiche störanfällige mittlere Triebschneeablagerungen. Vor allem am Donnerstag den 4.1.2018 brachte die neuerliche Störung wieder geringe  Neuschneemengen in die Hohen Tauern ( ~ 25 cm). Immer wieder wurden in Folge Spontanlawinen beobachtet. In mittleren Lagen, vor allem in den besonnten Südhängen, wurden auch Gleitschneerutsche beobachtet.

 


Gleitschneerutsch in den Karnischen Alpen an der Südseite



 
Durch die neuerlichen milden Tage konnte sich die Lage recht schnell entspannen und die Schneedecke  verfestigte sich und es bildete sich wieder ein recht kräftiger Harschdeckel an der Altschneedecke. Ab Montagabend (08.01.2018) gab es  neuerlich Niederschlag durch das Mittelmeertief in den südlichen Gebirgsgruppen. Am meisten schneite es oberhalb von 2000 m in den Karnischen Alpen sowie auch in der nördlichen Kreuzeckgruppe und in den Hohen Tauern. Der Wind sorgte wiederum für umfangreiche größere Triebschneeablagerungen, die auf einer Altschneedecke mit einer Harschkruste liegen.
 


 
 
Föhnsturm am 1. Jänner 2018 in den Kärntner Gebirgsgruppen wie hier der Trogkofel
 
Verwehungen an der Altschneedecke
 
Durch die milden Temperaturen und Sonneneinstrahlung bildete sich an der Altschneedecke in den letzten Tagen oft ein tragfähiger Harschdeckel (Bilder: LWD Kärnten)


 
 
 
Schneebrettlawine am Mölltaler Gletscher - Bild: FEST Klagenfurt

Lawinenereignisse in den letzten 10 Tagen - Schneebrettlawine am 30.12.2017 am Mölltaler Gletscher und eine Nassschneelawine auf der Zelenica in den Karawanken
Neuschneezuwachs am 09. Jänner 2018, um 11.00 Uhr laut INCA Analysekarte
 
Beginnend mit allgemein ERHEBLICHE Lawinengefahr, entspannte sich die Lawinengefahr in den letzten Tagen, in den südöstlichen Gebirgsgruppen. In den hohen Lagen der Tauern herrschte stets eine heikle Lawinensituation. Durch die neuerlichen Niederschläge stieg die Lawinengefahr auf allgemein EHRHEBLICH an.




 

 



 


Keine Kommentare:

Kommentar posten