Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wochenrückblick 08.12.2017 bis 14.12.2017


Eine Kaltfront brachte von Donnerstag auf Freitag neuerlich Schneefälle bis in die Tallagen. In der Nacht auf Samstag schneite es in den Kärntner Gebirgsgruppen. Von Samstag bis Sonntagmittag herrschte verbreitet kaltes Winterwetter und es wehte kräftiger Nord- bis Nordwestwind. Ab Sonntagmittag nahm der stürmische Südwestwind (Föhnsturm) zu und die ersten Niederschläge setzten in den südlichen Gebirgsgruppen ein. Zuerst schneite es bis in die hohen Tallagen, am Montag in der Früh stieg die Schneefallgrenze durch massive Warmluftzufuhr bis gegen 1700 m und höher und es regnete sehr stark bis Dienstagvormittag. In der Nacht auf Mittwoch kühlte es deutlich ab und in den südlichen Gebirgsgruppen setzte in den Morgenstunden bis Mittag Schneefall ein.


Nach dem stürmischen Südföhn von Montag bis Dienstag stiegen die Temperaturen auf + 2° in 2000 m und es regnete bis zu 200 mm in den Staulagen der Karawanken. Die Schneefallgrenze lag bei 2000 m und in den westlichen Karnischen Alpen gab es Neuschnee!


Der starke Südwind begann schon am Sonntag und sorgte für frische Triebschneeablagerungen. Bild: östlichen Karnischen Alpen ~ 1800 m.

Am Sonntag  in der Früh herrschte noch herrliches Bergwetter

Dienstag, am Wurzenpaß in den Karawanken hat der Südföhn seine Spuren hinterlassen. Unwetter in Südkärnten. Windbruch und sehr viele Bäche geraten über die Ufer durch den Starkregen.




Der Sturm hinterließ auch bei den LWD Messstationen einen großen Schaden. Wir hier am Mölltaler Gletscher beim Eisseehaus (Bild: Bergbahnen Mölltaler Gletscher)

 


Durch das klare schöne Winterwetter konnte sich am Donnerstag (Tagsüber) die Schneedecke recht gut setzen und entspannen. Die Niederschläge von Donnerstag auf Freitag brachten nur wenige Zentimeter an Neuschnee in den Kärntner Bergen. Am Samstag brachte das Wettergeschehen wiederum etwas Neuschnee bis in den Tallagen. In den Staulagen der Karawanken wurden bis zu 30 cm Neuschnee und in den östlichen Karnischen Alpen bis zu 25 cm gemessen. In den übrigen Gebirgsregionen brachte die Kaltfront ca. 15 bis 20 cm Neuschnee. Der Wind sorgte an den Wochenendtagen immer für frische, störanfällige, teils sehr spröde Triebschneeablagerungen in allen Expositionen. Das Triebschneeproblem nahm mit dem sehr starken Föhnsturm zu und die neuerliche Störung aus Südwesten brachte bis Montagfrüh einige Zentimeter an Neuschnee bis in die Tallagen. Durch die massive Warmluft regnete es am Montag und Dienstag  bis 1700 m und höher. Die Schneedecke wurde durch den Regen bis in hohe Lagen sehr durchnässt. Im Einzugsgebiet der nördlichen Nockberge (Turracher Höhe)  wurden ab 1200 m ca. 20 cm Neuschnee gemessen. In hochalpinen Lagen sorgte der stürmische, teils orkanartige Südföhn für frische Triebschneeablagerungen. Mittwoch wurden bis zu 15 cm und mehr an Neuschnee in den Karawanken und Karnischen Alpen gemessen. Die Schneedecke hat in den südlichen Gebirgsregionen in den letzten 7 Tagen ein abwechslungsreiches und turbulentes Wetter erlebt.
 

Nassschneeproblem

Am Donnerstag herrschte MÄSSIGE Lawinengefahr mit den einsetzenden Niederschlägen. Begleitet durch Wind aus allen Richtungen am Wochenende stieg die Lawinengefahr in Staulagen der Hohen Tauern, Karnische Alpen, Karawanken und Nockbergen auf ERHEBLICH an. Donnerstag wurde die allgemeine Lawinengefahr mit MÄSSIG beurteilt. Die Triebschneeablagerungen in den hohen Lagen der Hohen Tauern sowie das Nassschneeproblem in den südlichen Gebirgsgruppen bildeten das Hauptproblem.

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