Donnerstag, 16. April 2015

Wochenbericht vom 09. April 2015 bis 16. April 2015




Ein Hochruckgebiet bestimmte das Wetter von Freitag bis Samstag in den Kärntner Gebirgsgruppen. Die Temperaturen stiegen bis 2000m über 0 Grad und auch in den Nachtstunden waren sehr milde Temperaturen in den Kärntner Bergen vorherrschend. Am Samstagabend bildeten sich in den nordwestlichen Gebirgsgruppen Quellwolken mit nur leichtem Niederschlag. Nach Abzug einer schwachen Störung nahm der Hochdruckeinfluss zu und herrschten sommerliche Temperaturen. In den Kärnten Gebirgsgruppen wurden auch + Grade über 2500 m gemessen.


Milde Temperaturen herrschten in den Karnischne Alpen (Messstelle LWD-K Oisternig 2.009 m)

Sehr milde Temperaturen herrschten in den letzten 7 Tagen auch über 2000 m in den Hohen Tauern (Messstelle LWD-K Mohar 2.053 m)




Mit dem milden Wetter, in 2000m seit 7 Tagen über 0 Grad, schreitet die Durchfeuchtung der Schneedecke voran. An Südhängen ist sie unterhalb von rund 2600 m, an West- und Osthängen unterhalb von rund 2400 m und an Nordhängen unterhalb von rund 2000 m durchfeuchtet. In den teils klaren Nächten gefrierte die Schneeoberfläche und bildete einen  tragfähigen Harschdeckel. Im Tagesverlauf weichte die Kruste durch die Sonneneinstrahlung und Erwärmung auf und die Schneedecke war bereits an frühen Vormittag geschwächt. Dadurch konnten  sich spontane Nassschneelawinen lösen. Auch  die Ausaperung in tieferen und mittleren Lagen, vor allem an Südhängen, ist weiter vorangeschritten.




Sonnenstundenaufzeichnung durch die Messstation der ZAMG auf der Gerlitzen/Nockberge 1.530 m






Die Schneedecke verliert an Mächtigkeit durch die milden Temperaturen und Sonneneinstrahlung (Messstation LWD-K Emberger Alm/Kreuzeck Gruppe 1.935 m)

Schneebrettlwaine im Schigebiet Mölltaler Gletscher in den Hohen Tauern 2.108 m (Bild: LWD-K)


Durch die Frühjahresbedingungen mit tageszeitlichen Anstieg der Lawinengefahr herrschte meist MÄSSIGE (2) Lawinengefahr in den Kärntner Bergen. In den Kärntner Gebirgsgruppen liegt allgemein eine durchgehende  Schneedecke erst ab 1800 m.


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