Donnerstag, 5. März 2015

Wochenbericht vom 27. Februar bis 05. März 2015


Das Zwischenhoch sorgte am Freitag, Samstag und Sonntag vor allem in den südlichen Gebirgsgruppen für freundliches und ruhiges Bergwetter. Nur im Westen sorgte eine Kaltfront für trüberes Bergwetter. Durch ein Tief im Nordwesten sorgte am Montag in ganz Kärnten für sehr trübes Wetter mit Nebel und leichten Niederschlag. In mittleren Lagen gab es leichten Schneefall mit  teils auflebendem frischem Wind. Nach dem Durchzug der Kaltfront beruhigte sich das Wetter bis zum Mittwoch. Am Donnerstag erreichte uns eine kräftige Nordströmung, mit kalter Höhenluft und sehr starkem, teils stürmischem Wind. In den nördlichen Alpen, sowie in den Staulagen der Karnischen Alpen und Karawanken hat es leichten Niederschlag mit wenigen Zentimetern Neuschnee gegeben.



Wetterwarung am Donnerstag für Oberkärnten durch die ZAMG - Windspitzen bis zu 100 km/h   (ZAMG)
 

 
Am Donnerstag sorgte der auffrischende teils stürmische Wind aus nördlichen Richtungen für störanfällige Triebschneepakete (INCA Karte d. ZAMG)

 






Windmessungen (Mittelwert) von 45 km/h am Plöcken (LWD-K)


 


Nach einem sehr sonnigen und trockenen Wochenende konnten sich die Schneedecke und die Triebschneepakete allgemein sehr gut verfestigen.  Nur vereinzelt waren noch Triebschneepakete, vor allem in Lagen oberhalb der Baumgrenze, störanfällig. In südlichen Expositionen musste man durch die Erwärmung mit Lockerschneelawinen rechnen. Durch den auflebenden Wind wurden am Sonntag und Montag wieder frische störanfällige Triebschneepakete gebildet die auf einer etwas schwächer verfestigten Altschneedecke abgelagert wurden. Durch die Störung aus Nordwesten  fielen bis zum Montag  in Staulagen der Hohen Tauern bis zu 15 cm und in  den restlichen Gebirgsgruppen 5 – 10 cm an Neuschnee. Durch die Wetterberuhigung kam es am Dienstag zum Spannungsabbau der störanfälligeren Triebschneepakete. Durch den auffrischenden Wind aus nördlichen Richtungen wurden am Donnerstag wiederum neue störanfällige Triebschneepakete, vor allem in höheren kammnahen Lagen, gebildet.

 






15 cm Neuschnee wurden gemessen an der Messtation Elewitschwand 2.353 m in den Hohen Tauern (LWD-K)



 






Windgangeln an der Altschneedecke auf der Gerlitzen 1900 m (Foto: LWD-K)  



 

Gefahrenstellen waren in den vergangen Tagen, frische, störanfällige Triebschneepakete die meist in höheren Lagen gebildet wurden. Durch den Störungseinfluss am Montag herrschte ERHEBLICHE Lawinengefahr. Dienstag und Mittwoch entspannte sich die Lawinengefahr. Am Donnerstag wurden durch den neuerlichen auffrischenden und teils starken Wind (Windspitzen bis zu 100 km/h), vor allem in höheren Lagen, frische, störanfällige Triebschneepakete gebildet.

 

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