Donnerstag, 12. April 2018

Wochenrückblick von Donnerstag, dem 05.04.2018 bis Donnerstag, dem 12.04.2018





Die Niederschläge am Donnerstag blieben unter den Wetterprognosen.  Sonnenschein und milde Temperaturen bis in hohen Lagen gab es am vergangenen Wochenende. Am Sonntag sorgte der föhnige Südwestwind für mäßige Windverhältnisse. Am Montag und Dienstag war es im Gebirge überwiegend stark bewölkt, höhere Gipfel waren zeitweise auch im Nebel. Immer noch herrschte am Mittwoch leicht unbeständiges Bergwetter, der Südwestwind lies nach. Und in der Nacht auf  Donnerstag regnete es und die Schneefallgrenze lag in Westen bei 2000 m und in Osten bei 2200 m.

 

Nur in den Staulagen der Hohen Tauern gab es bis zum Freitag geringe Neuschneemengen. Durch die milden Temperaturen und Sonnenschein wurde die Schneedecke am Wochenende bis in mittlere Lagen stark durchfeuchtet und verlor auch an Festigkeit. Zahlreiche spontane Nassschneelawinen und Gleitschneelawinen wurden beobachtet. In hochalpinen Lagen sorgte der Südwind für frischen Triebschnee. Die Frühjahrssituation mit ausreichenden Schneemengen in den Kärntner Gebirgsgruppen sorgt weiterhin für eine große Abgangsbereitschaft von Gleit- und Nassschneelawinen. Auch die Wolken zum Wochenbeginn bewirkten eine schlechtere Abkühlung während der Nachtstunden. Die Schneedecke wurde dadurch allgemein störanfälliger. Der Regen von Mittwoch auf Donnerstag trug auch für die schlechte Schneequalität bei.


Lawinen in der letzten Woche:


Die bekannten Gleitschneelawinen auf der Mauthner Alm in den Karnischen Alpen


 
Eine große Schadlawine in der Karnischen Region, Kirchbacher Wipfel 1880 m. Am 5. April 2018 gegen 17.00 Uhr löste sich an einem Nordhang des Kirchbachwipfels eine große Schneebrettlawine.
ORF Kärnten
 

Eine Gleitschneelawine ging am Freitag, den 5. April 2018 am Naßfelpaß von Auernig 1863 m ab.

Zur Erinnerung vor 40 Jahren starben bei einem Lawinenunglück an dieser Stelle zwei Alpinisten der Guardia di Finanza.

 
 
Eine Gleitschneelawine auf der Turracher Höhe in den Kärntner Nockbergen am vergangenen Wochenende


Eine Gleitschneelawine unter dem Kasperkopf 2129 m - Simentergraben in den Kärntner Nockbergen
 


 




Die Lawinengefahr unterliegt zum Großteil einem Tagesgang beginnend mit MÄSSIGER Lawinengefahr. Die steigenden Tagestemperaturen mit  Sonneneinstrahlung und der Regeneintrag führten zu ERHEBLICHER Lawinengefahr. In hochalpinen Lagen der Hohen Tauern sorgte der Südföhn für das Triebschneeproblem.
Nassschneeproblem
 
Gleitschneeproblem
 
 

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